Leider mussten wir unseren diesjährigen Kirchweihtag am 27. September ohne unseren Pfarrer Slavomír Dlugoš begehen, der am selben Tag zur selben Zeit in der Schwesterpfarre Ramsau das Erntedankfest feierte. So begrüßte die stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Frau Michaela Zöchling, zu Beginn der Messfeier am Michaelisonntag 2026 die versammelte Schar der Gläubigen. Im Namen der Pfarre bedankte sie sich bei Barabara, einem altbekannten Freund und Priesterkollegen unseres Seelsorgers, der freundlicherweise in dessen Vertretung die Festmesse zelebrierte. Barabara freute sich, wieder einmal mit den Kaumbergerinnen und Kaumbergern zusammen sein zu dürfen.
Er erläuterte in der Predigt ausführlich das Gleichnis von den zwei Söhnen, die von ihrem Vater einen Arbeitsauftrag für seinen Weinberg erhalten. Der erste verweigert erst den Gehorsam, bereut dann aber und geht seiner Arbeit nach. Der zweite sagt schnell zu, kommt seiner Aufgabe aber nicht nach. Dieses Doppelbeispiel aus dem Tagesevangelium (Mt 21,28 – 32) lässt sich gut mit dem Hauptthema des Tages verbinden, die heiligen Erzengel und wofür sie stehen.
Erzengel Michael mahnt, dem Bösen zu widerstehen. So hat der erste Sohn einer bösen Eingebung widerstanden und ist doch dem Ruf des Vaters gefolgt. Dies leitet über zum
Erzengel Gabriel, der als Bote Gottes dessen Auftrag überbringt und vom Menschen in freier Entscheidung ein „Ja“ erhofft. Das allein genügt nicht wie beim zweiten Sohn aus dem Gleichnis, denn die Verpflichtung muss dann im Leben auch umgesetzt werden.
Dazu dürfen wir auf die Hilfe des dritten
Erzengels Raphael vertrauen, der von Gott eingesetzt ist, die Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und zu führen.
Für die musikalische Umrahmung konnte heuer der Kirchenchor Hafnerberg gewonnen werden. Unter der Leitung von Andreas Bartl brachte seine Sängerschar die „Volksliedermesse“ des Salzburgers Andreas Gassner vor. Der Chorleiter hatte dazu ein Klarinettenquartett arrangiert. Gesang und Instrumentalklang begleiteten überaus stimmungsvoll diese heilige Messe zum Kaumberger Patrozinium 2026.
Der traditionelle Bauernmarkt im Anschluss an den Gottesdienst bot bei schönstem spätsommerlichen Wetter wieder reichlich Gelegenheit zum Plaudern und Gustieren. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Pfarrstandl durften sich über regen Zustrom freuen.
Text und Fotos: Elli Pfeiffer-Lintner



